Unser Leitbild - Unser Massstab

SCHULE  6144 ZELL  

     


Sekundarschule

Home

Portrait                  

Downloads  Kontakte       Links

Aktuelles

  << zurück zu Aktuelles

 


Drei Vertreter/innen der Peacebrigades Schweiz

 

Text und Bilder:
Franz Gassmann
Religionslehrer Sek und Öffentlichkeitsarbeit Schule Zell
und organisierender
Religionslehrer

Religionsunterricht
mal anders

 

„Peacebrigades“

Schülerinnen und Schüler der 1. Oberstufe erhielten zu Jahresbeginn 2012 Religionsstunden mit Gästen. Nachdem sich die Klassen im Religionsunterricht mit dem Thema „Frieden“ in verschiedenen Bereichen befassten, dazu zwei Weekend-Gottesdienste im letzten Dezember gestalteten, bildete der Besuch der Vertreter von „Peacebrigades International“ einen guten Abschluss der Thematik Frieden.

Wer sind die „Peacebrigades International“?
Gegründet 1981 in Kanada basiert die Organisation auf Ideen einer neutralen Friedensarmee, wie sie Mahatma Ghandi in Indien vertrat. Peacebrigades wurde zu einer internationalen Bewegung, die in Konfliktgebieten gewaltfreie Lösungen sucht durch Präsenz ziviler, unbewaffneter Friedensgruppen. Peacebrigades betreut einheimische Personen, welche sich für den Frieden in ihren Konfliktländern engagieren. Sie garantieren Unterstützung , Beratung und Begleitung vor Ort. Peacebrigades garantiert deshalb Gewaltfreiheit, Unparteilichkeit, Nichteinmischung, Unabhängigkeit und Konfliktlösung – als Unterstützende von Friedenaktivitäten von Einheimischen.

Einstieg ins Thema
Inrina Balzano, David Brockhaus und Martina Lack waren als Vertreter von Peacebrigades in den Klassen. Nach einer Einstiegsrunde stellten die Vertreter ihr Beispielland Kolumbien vor. Martina Lack war dort während gut 18 Monaten im Einsatz. Kolumbien ist ein Land, das von regionalen Paramilitärs, Militärs und Guerillakämpfern umstritten beherrscht wird. Bekannt ist sicher die Guerillaorganisation „Farc“. Diese Gruppen bekämpfen sich gegenseitig, setzen die Bevölkerung unter Druck und verbreiten damit Angst und Schrecken. Der Bericht von Martina Lack, die alles vor Ort erlebte, war eindrücklich.

Kolumbien – ein riesiges Land
Die Schweiz hätte flächenmässig gut 27 mal Platz in Kolumbien, das Land hat 40 Mio. Einwohner und ist eigentlich reich an Bodenschätzen. Grösstes Problem ist, dass fast 75 % des Bodens für nur 5% der Bevölkerung vorbehalten ist. Viel Land gehört nur wenig Leuten – die Armut trifft deshalb grosse Bevölkerungsschichten. Neben der Bodenverteilung ist der Kampf um die Interessen gross: Es geht um Mineralien wie Gold, Silber, Nickel, Zink und Kupfer, es geht um Energieprodukte wie Erdöl, Kohle, Holz und Wasser, genauso wie die Landwirtschaft grosse ökologische Probleme wegen der diktierten Monokultur erzeugt: Ölpalmenplantagen, Bananen- und Kaffeeplantagen schaden der Biodiversität und bedrohen die Existenz der Kleinbauern.

Konfliktthemen
Zu Konflikten führt immer wieder die ungerechte Landverteilung, vor allem die Repressionen der Paramilitärs und der Guerillas. Vor allem aber sind es die Verletzungen der Menschenrechte: Politische Morde sind an der Tagesordnung, Menschen werden entführt, erpresst oder verschwinden einfach so, Menschen werden von ihrem Wohnort vertrieben, Menschen werden gefoltert und vor allem erhalten sie keinen Opferschutz. Täter wissen meist, dass sie der Straffreiheit sicher sind. Tragisch macht das alles, dass Kolumbien zwar gute Gesetze hätte, diese aber nicht zur Anwendung kommen wegen der vielen Interessengruppen. Hier beginnt die Arbeit von „Peacebrigades“: Sie unterstützt mit ihrem Einsatz die rechtlich abgesicherten Bemühungen um Frieden. Im Moment arbeitet die Organisation in den 4 Ländern Nepal, Mexiko, Guatemala und Kolumbien.

Erfahrungsbericht von Martina Lack
Der Bericht von Martina Lack über ihren Einsatz und über die Arbeit in der Friedensgemeinde San José de Apartadò zeigte, was „Peacebrigades“ will. Es geht um folgende Schwerpunkte:

  • gewaltfreies Begleiten von Gruppen, Anwälten, und Organisationen, die sich für den Frieden engagieren
  • Beobachten von Aktivitäten von Einheimischen für den Frieden
  • Ausbilden von Basisleuten für den Frieden
  • begleiten und beschützen von Menschen im Friedenseinsatz
  • zusammenarbeiten mit andern Netzwerken
  • berichten über Missstände und Erfolge

Abschluss der Doppelstunden
Im zweiten Teil der Veranstaltungen waren verschiedene Aufgaben zu lösen. Während die Klassen AB1a+b sich Gedanken machten über Menschenrechte und Bedrohungen bei uns, war für die Klassen C+D ein Friedenseinsatz – Leiterlispiel aktivitätsanregender Abschluss. Die Schülerinnen und Schüler wurden sich wohl schnell bewusst, wie gross Bedrohungen, Not und Missstände andernorts sind. Auch so lernt man sein eigenes Verhalten oft überdenken und sein (sicheres) Dasein zu schätzen. Frieden ist und bleibt zu erhaltendes und stets zu erneuerndes Gut.

 

 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

 

 

 © Schulleitung Sek I   
     Sitemap                       

webmaster@schule-zell-lu.ch 
Impressum

Stellen
LP-Intranet

SPF-Intranet
ER-Intranet