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SCHILW zur
integrativen Förderung |
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Sekstufe
1 auf dem Weg zu integrativer Förderung (IF)
Information und
Herantasten an die Thematik
In einer schulinternen
Weiterbildungsveranstaltung (SCHILW) startete die Sek 1-Lehrerschaft in
eine neue Reform, welche 2014 abgeschlossen sein muss. Die Sekstufe 1 führt
als Folge der integrativen Förderung auf der Primarschule ebenfalls die
integrative Förderung ein.
Grundlagen und Schritte
Eine erste Informationsveranstaltung
hatte zum Ziel, die Lehrerschaft für diesen neuen Weg zu gewinnen und an die
Ideen heranzuführen. Schulleiter Guido Bossert meinte denn auch im
Begrüssungswort, dass dieser Wechsel für die Sek 1 Zell besonders mit
offenen Fragen belastet sei, weil die bisherige Schulform mit geführten
Niveau D (Werkschule) an der Schule Zell in seinen Augen ein Erfolgsmodell
sei. Dies sei nicht zuletzt das Verdienst der beiden an für die Werkschule
hauptverantwortlichen Lehrpersonen.
Er forderte die Lehrpersonen aber auch dazu auf, die nötige Offen- und
Unvoreingenommenheit zu zeigen, um dem Systemwechsel eine Chance zu geben,
und die Energie dort nutzbringend einzusetzen, wo Gestaltungsfreiräume
bestehen.
Die Vorgaben des Kantons sind nicht wegzudiskutieren. Sie lauten, dass bis
2014 alle Sekundarschulen im Kanton die Lernenden des bisherigen Niveaus D
in die C-Stammklassen integrieren und wo nötig mit Stützmassnahmen fördern
müssen.
Klar ist, dass dieser Systemwechsel an unserer Schule mit der Pensionierung
des gegenwärtigen Klassenlehrers der Werkschule koordiniert wird.
Inputreferat des
externen Begleiters
Die Schulleitung und die
Steuergruppe hatten Thomas Buchmann von der Abteilung Schulentwicklung der
Dienststelle für Volksschulbildung (DVS) dazu eingeladen, den ersten
Schritt, den unsere Schule auf dem Weg zu IF geht, zu begleiten.
Er zeigte anhand von Statistiken und Untersuchungen auf, weshalb die
kantonalen Schulbehörden auf die flächendeckende Einführung der integrativen
Förderung setzt.
Er verwies dabei auf vier Grundideen von IF:
- Alle Schüler sind
willkommen und zwar alle Schüler ohne trennende Unterschiede
- Team-Zusammenarbeit
wird gefördert und verstärkt
- Es entsteht eine grosse
Durchlässigkeit
- Es entstehen grössere
Möglichkeiten der inneren Differenzierung unter Zusammenarbeit mit den
Kompetenzen von schulischen Heilpädagogen
Herr Buchmann bekundete
Verständnis für die gegenüber IF vorherrschende Skepsis. Er erwähnte aber
auch, dass seine Erfahrung zeige, dass mit den Erfahrungen mit IF die
Skepsis gegenüber IF ab- und die positive Einstellung und die Zufriedenheit
der betroffenen Lehrpersonen zunehme.
Tatsache ist, dass IF eingeführt wird, und die Schule ist aufgefordert, ihre
Form von IF zu finden.
Einige Teammitglieder hätten gerne klarere und verbindlichere Vorgaben von
den kantonalen Schulverantwortlichen erwartet. Andere sehen in den
Gestaltungsfreiräumen eine Chance für die Schul- und Teamentwicklung unserer
Schule.
Herr Buchmann versuchte Bedenken zu zerstreuen und dem Team Mut
zuzusprechen, indem er darauf hinwies, dass wir an unserer Schule schon viel
umgesetzt hätten, das in Richtung IF gehe. Der Weg zu IF sei eigentlich gar
kein weiter mehr.
Gruppen-Gespräche
In der Auseinandersetzung mit der
zukünftigen Schulform sind in erster Linie die Lehrpersonen gefordert.
Dementsprechend wurden im Anschluss an das Einleitungsreferat in Gruppen
vier Themenblöcke diskutiert und die Resultate schriftlich festgehalten.
Die Themen waren:
- Was ist
individualisierender Unterricht (IF)?
- Welches sind die
positiven Aspekte von IF?
- Was bedeutet IF für das
Niveau A und B
- Vision IF Zell – Wo
arbeiten wir schon integrativ?
Es ging dabei nicht darum
Sinn und Zweck von IF zu diskutieren oder in Frage zu stellen, sondern
zukunftgerichtet zu arbeiten:
-
Begriffe klären
-
Visionen entwickeln, wie
IF an unserer Schule aussehen könnte
-
Bedingungen für ein
gutes Gelingen formulieren
-
mögliche Stolpersteine
aufspüren
Wie weiter...?
Zum Schluss waren die Teammitglieder dazu aufgefordert, Vorschläge z.h.
der Steuergruppe und der Schulleitung zu formulieren, wie das weitere
Vorgehen auf dem Weg der Einführung von IF an unserer Schule aussehen soll.
Schulleiter und Steuergruppe werden nach der Sichtung dieser Vorschläge die
weiteren Entwicklungsschritte beschliessen und kommunizieren.
Auch wenn Bedenken, Fragen
und Einwände nach einer ersten Veranstaltung nicht restlos aus dem Weg
geräumt werden konnten: Das Team ist aufgefordert, diese Veränderung mutig
und mit der nötigen Offenheit anzugehen! |