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Text:     Franz Gassmann, Öffentlichkeitsarbeit Schule Zell
und  Guido Bossert,
Schulleiter Sekundarschule
 

Bilder: Franz Gassmann

 



 

 

 

 

Thomas Buchmann,
langjähriger Kleinklassenlehrer
Heute begleitet er im Dienste der DVS Schulen bei der Einführung von IF (integrativer Förderung).

 

 

 


 

 Lehrpersonen bei der Arbeit
in Gruppen








 

SCHILW zur
integrativen Förderung

 

Sekstufe 1 auf dem Weg zu integrativer Förderung (IF)

Information und Herantasten an die Thematik
In einer schulinternen Weiterbildungsveranstaltung (SCHILW) startete die Sek 1-Lehrerschaft  in eine neue Reform, welche 2014 abgeschlossen sein muss. Die Sekstufe 1 führt als Folge der integrativen Förderung auf der Primarschule ebenfalls die integrative Förderung ein.

Grundlagen und Schritte
Eine erste Informationsveranstaltung hatte zum Ziel, die Lehrerschaft für diesen neuen Weg zu gewinnen und an die Ideen heranzuführen. Schulleiter Guido Bossert meinte denn auch im Begrüssungswort, dass dieser Wechsel für die Sek 1 Zell besonders mit offenen Fragen belastet sei, weil die bisherige Schulform mit geführten Niveau D (Werkschule) an der Schule Zell in seinen Augen ein Erfolgsmodell sei. Dies sei nicht zuletzt das Verdienst der beiden an für die Werkschule hauptverantwortlichen Lehrpersonen.
Er forderte die Lehrpersonen aber auch dazu auf, die nötige Offen- und Unvoreingenommenheit zu zeigen, um dem Systemwechsel eine Chance zu geben, und die Energie dort nutzbringend einzusetzen, wo Gestaltungsfreiräume bestehen.
Die Vorgaben des Kantons sind nicht wegzudiskutieren. Sie lauten, dass bis 2014 alle Sekundarschulen im Kanton die Lernenden des bisherigen Niveaus D in die C-Stammklassen integrieren und wo nötig mit Stützmassnahmen fördern müssen.
Klar ist, dass dieser Systemwechsel an unserer Schule mit der Pensionierung des gegenwärtigen Klassenlehrers der Werkschule koordiniert wird.

Inputreferat des externen Begleiters
Die Schulleitung und die Steuergruppe hatten Thomas Buchmann von der Abteilung Schulentwicklung der Dienststelle für Volksschulbildung (DVS) dazu eingeladen, den ersten Schritt, den unsere Schule auf dem Weg zu IF geht, zu begleiten.
Er zeigte anhand von Statistiken und Untersuchungen auf, weshalb die kantonalen Schulbehörden auf die flächendeckende Einführung der integrativen Förderung setzt.
Er verwies dabei auf vier Grundideen von IF:

  • Alle Schüler sind willkommen und zwar alle Schüler ohne trennende Unterschiede
  • Team-Zusammenarbeit wird gefördert und verstärkt
  • Es entsteht eine grosse Durchlässigkeit
  • Es entstehen grössere Möglichkeiten der inneren Differenzierung unter Zusammenarbeit mit den Kompetenzen von schulischen Heilpädagogen

Herr Buchmann bekundete Verständnis für die gegenüber IF vorherrschende Skepsis. Er erwähnte aber auch, dass seine Erfahrung zeige, dass mit den Erfahrungen mit IF die Skepsis gegenüber IF ab- und die positive Einstellung und die Zufriedenheit der betroffenen Lehrpersonen zunehme.

Tatsache ist, dass IF eingeführt wird, und die Schule ist aufgefordert, ihre Form von IF zu finden.
Einige Teammitglieder hätten gerne klarere und verbindlichere Vorgaben von den kantonalen Schulverantwortlichen erwartet. Andere sehen in den Gestaltungsfreiräumen eine Chance für die Schul- und Teamentwicklung unserer Schule.
Herr Buchmann versuchte Bedenken zu zerstreuen und dem Team Mut zuzusprechen, indem er darauf hinwies, dass wir an unserer Schule schon viel umgesetzt hätten, das in Richtung IF gehe. Der Weg zu IF sei eigentlich gar kein weiter mehr.

Gruppen-Gespräche
In der Auseinandersetzung mit der zukünftigen Schulform sind in erster Linie die Lehrpersonen gefordert. Dementsprechend wurden im Anschluss an das Einleitungsreferat in Gruppen vier Themenblöcke diskutiert und die Resultate schriftlich festgehalten.
Die Themen waren:

  • Was ist individualisierender Unterricht (IF)?
  • Welches sind die positiven Aspekte von IF?
  • Was bedeutet IF für das Niveau A und B
  • Vision IF Zell – Wo arbeiten wir schon integrativ?

Es ging dabei nicht darum Sinn und Zweck von IF zu diskutieren oder in Frage zu stellen, sondern zukunftgerichtet  zu arbeiten:

  • Begriffe klären

  • Visionen entwickeln, wie IF an unserer Schule aussehen könnte

  • Bedingungen für ein gutes Gelingen formulieren

  • mögliche Stolpersteine aufspüren

Wie weiter...?
Zum Schluss waren die Teammitglieder dazu aufgefordert, Vorschläge z.h. der Steuergruppe und der Schulleitung zu formulieren, wie das weitere Vorgehen auf dem Weg der Einführung von IF an unserer Schule aussehen soll.
Schulleiter und Steuergruppe werden nach der Sichtung dieser Vorschläge die weiteren Entwicklungsschritte beschliessen und kommunizieren.

Auch wenn Bedenken, Fragen und Einwände nach einer ersten Veranstaltung nicht restlos aus dem Weg geräumt werden konnten: Das Team ist aufgefordert, diese Veränderung mutig und mit der nötigen Offenheit anzugehen!

 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

 

 

 © Schulleitung Sek I   
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